Luna Yoga- Für Gesundheit und Lebenslust


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51NoUiEcLcL._UY250_„Ist eine alte, neu belebte Körperkunst und Heilweise.Wurzelnd in der Tradition des Yoga fügen sich moderne Erkenntnisse aus Psychologie und Medizin in das Konzept.Im Luna Yoga wird über Haltungen und Bewegungen die Kraft der Mitte erfahren.Vom Becken als Sitz der Sexualorgane ausgehend entfalten sich Fruchtbarkeit und Kreativität.Meditationen und Entspannungen führen in die Tiefe des eigenen Erlebens.“ – (Zitat der Luna Yoga Seite von Adelheid Ohlig – luna-yoga.com)

In ihrem Buch „Die bewegte Frau- Luna Yoga“ gibt Adelheid Ohlig 3 Übungen speziell für Endometriose Patientinnen an. Diese möchte ich kurz vorstellen. Viel Spaß beim Ausprobieren und Üben !

  1. Vom Kutschensitz zum Hexenkessel

„Der Kutschensitz entspannt und dehnt den Rücken, beruhigt das Nervensystem. Die Hexenkesselübung formt die Taille, macht den Rücken geschmeidig, fördert die Verdauung, wärmt das Becken, erzeugt ein rundum gutes Gefühl.“ (Adelheid Ohlig- Die bewegte Frau- Luna Yoga)

Kutscher1.jpg

Ausgangsposition: (Kutschensitz)

  • Sitzend auf dem Boden
  • Füße aufstellen etwas breiter als hüftbreit
  • Arme locker auf die Knie legen
  • Kopf hängen lassen

Hexenkessel:

  • Gleiche Ausgangsposition wie beim Kutschensitz
  • Hände falten (wie beim Beten)
  • Die Hände halten einen imaginären Kochlöffel
  • Mit den Händen beim Einatmen weit zur Seite lehnen und beim Ausatmen mit den Händen in die Mitte zurückkommen (wie Umrühren mit einem Kochlöffel)

Variation von mir:

Den Kutschensitz einnehmen, legen Sie die Hände an die Knie, Kopf schaut gerade aus und im Wechsel:

  1. Variation:
  • Unteren Rücken und Oberkörper rund machen, sich nach hinten fallen lassen – Arme werden lang (ausgestreckt) dabei- und dann im Wechsel
  • Arme in den Ellenbogen beugen, Brustbein zu den Knien bewegen; Brustbein raus strecken und Oberkörper aufrichten (nicht zu sehr ins Hohlkreuz kommen)
  1. Variation:
  • Oberkörper bleibt aufgerichtet und starr; Arme werden in den Ellenbogen dabei gebeugt
  • Nur den unteren Rückenbereich rund machen und wieder aufrichten. Kippen Sie ihr Becken nach hinten und nach vorne
  1. Die kleine Giraffe

„Die kleine Giraffe stärkt den unteren Rücken, hält ihn beweglich, wirkt auf die Beckenorgane erfrischend und bringt den Kreislauf in Schwung. Das Kreuzbein-Darmbein-Gelenk im unteren Rücken bleibt durch solche Bewegungen geschmeidig. Durch die spezielle Handposition werden die Finger gedehnt, die kleinen Gelenke gut durchblutet. Beugt Gelenkverdickungen und Schmerzen vor.“ (Adelheid Ohlig; Die bewegte Frau- Luna Yoga; S.172)

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Ausgangsposition:

  • Stand
  • Fersen berühren sich; Zehen zeigen nach außen
  • Oberkörper nach vorne beugen bis die Handflächen den Boden berühren
    • Knie müssen nicht durchgestreckt werden
  • Daumen berühren sich; Finger gespreizt

Übung:

  • Beim Ausatmen Becken zu einer Seite schieben und beim Einatmen in die Mitte zurück
  • Beim Ausatmen Becken zur ANDEREN Seite schieben und beim Einatmen wieder in die Mitte zurück
  • Übung mehrmals im eigenen Atemrhythmus wiederholen

Variationen von mir:

  • Knicken Sie ruhig soweit in den Knien ein, dass die Position bequem ist, spüren Sie immer noch zu viel Zug/Dehnung in ihrem Körper, nehmen Sie die Hände auf die Sitzfläche eines Stuhles
  • Bewegen Sie ihr Becken nicht nur von rechts nach links, sondern umkreisen Sie ihr Steißbein, als würden Sie mit diesem ein Bild hinter sich an die Wand malen, z.B. eine Wolke, eine Blume oder eben nur einen Kreis
  1. Neuland erkunden – Neulandübung 1

„Die Neulandübung eignet sich für alle Wechselfälle und Wendezeiten des Lebens, hilft sie doch, sich von Altem zu lösen und dem Neuen zu öffnen. Sie dehnt den Rücken, gibt Standfestigkeit und Stärke, kräftigt Beine und Arme und schult das Gleichgewicht. Sie zeigt körperlich, was es alles braucht, wenn Frau neuen Lebensphasen entgegentritt.“ (Adelheid Ohlig; Die bewegte Frau- Luna Yoga; S. 189/190)

Ausgangsposition:Neuland1.jpg

  • Stellen Sie sich vor eine Wand (ca. 1 Schritt weg von der Wand)
  • Handflächen berühren schulter- bzw. hüftbreit die Wand
  • Finger gespreizt; Mittelfinger zeigt nach oben
  • Beine bilden einen Rechten Winkeln

Übung:

  1. Dehnen Sie die Arme, ziehen Sie sich lang nach hinten
  2. Wackeln Sie ein bisschen mit dem Po
  3. Machen Sie einen Katzenbuckel
  4. Lassen Sie den Bauch etwas hängen
  5. Nehmen Sie die Position einige Atemzüge wahr (Spüren Sie die Kraft des gestreckten Rücken, der Arme, der Hände, der Schultern und der Beine)

Endposition:

  • Heben Sie ein Bein, achten Sie darauf, dass Sie nicht im Becken absinken
    1. Fuß kreisen
    2. die Ferse nach hinten herausschieben
    3. nach ein paar Atemzügen: Zehen strecken

Variation: Hüfte über den Fuß nach außen drehen und Bein noch etwas höher anheben

In jeder Position einige Atemzüge verweilen; danach erstmal in den Stand zurück kommen, bevor Sie die Übung mit dem anderen Bein wiederholen

Variation von mir:

Die Übung ist sehr anstrengen im Stand, deswegen kann man auch die Ausgangsposition leichter wählen und das ganze im Vierfüßlerstand durchgehen.

Bitte fangen Sie erstmal mit meiner Variation an, wenn Sie merken, dass Sie beim Abheben des Beins ihre beiden Beckenhälften nicht parallel halten können. Probieren Sie es einfach aus, es ist keine Schande erstmal mit der leichteren Variation zu üben.


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Bildnachweise:

  • Beitragsbild:http://athletiktraining-berlin.de/wp-content/uploads/2015/10/CompleteYoga.jpg
  • Bild 1: http://static1.nachrichten.at/storage/scl/import/alfa/menschen/411089_m3w561h315q80v49115_xio-fcmsimage-20110605175314-006017-4deba66a81027.349383631_1001.jpg?version=1357797232
  • Bild 2: http://www.amazon.de/Adelheid-Ohlig/e/B004575FO0