Interview mit den Gründerinnen von “ERDBEERWOCHE”


Kürzlich bin ich auf eine Webseite gestoßen, http://www.erdbeerwoche.com, und ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Und so musste ich diese beiden tollen Mädels, Bettina und Annemarie, einfach interviewen und euch davon berichten. Ich hatte von dem Thema bis dato noch keine Ahnung-Aber was soll ich groß sagen, lest einfach selbst! Wie immer unter dem Motto: Hilfe zur Selbsthilfe!

harant_steinbrugger_erdbeerwoche1) Liebe Bettina, liebe Annemarie euer Unternehmen „Erdbeerwoche“ steht für ein nachhaltiges Unternehmen für Frauen-Hygiene Produkte, was genau bedeutet das ? 

Nachhaltige Frauenhygiene bedeutet, dass Frauen bei Produkten, die sie für ihre Menstruation verwenden, also Tampons, Binden oder Slipeinlagen, auf deren Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt achten. Dies betrifft insbesondere die Materialien und Inhaltsstoffe der Produkte, den Anbau der Rohstoffe sowie die Entsorgung und den Abbau der Produkte. 

2) Was ist bei den herkömmlichen Artikeln anders als bei den Artikeln, die ihr in eurem Online-Shop anbietet?

Bettina: Konventionelle Tampons und Binden bestehen meist aus einem Mix aus gebleichter und gepresster Zellulose, umhüllt von einer Kunststoffschicht. Letztere wird dabei immer wieder in Zusammenhang mit Hautreizungen und Infektionen im Intimbereich gebracht. Außerdem sind aus gesundheitlicher Sicht die schädlichen Substanzen bedenklich, die bereits in konventionellen Produkten gefunden wurden, wie z.B. Dioxin, Formaldehyd oder Weichmacher. So fand “Öko-Test” bei einem Test verschiedener Tamponmarken in 14 von 16 Marken allergieauslösende halogenorganische Verbindungen, die als Rückstände des Bleichprozesses gelten. Bei Bleichprozessen mit Chlor wird zudem das als „Ultragift“ bezeichnete Dioxin freigesetzt. Kein Hersteller konventioneller Tampons und Binden kann garantieren, dass seine Produkte nach dem TCF-Verfahren (=totally chlorine free) gebleicht wurden. Erst kürzlich fanden Forscher einer argentinischen Universität zudem Glyphosatrückstände in Binden aus herkömmlicher Baumwolle – allesamt Substanzen, die an der empfindlichsten Stelle des weiblichen Körpers nichts verloren haben, genauso wenig wie synthetische Duft- oder Zusatzstoffe. 

Annemarie: Die Vorteile unserer nachhaltigen Artikel sind: Keine Chemikalien 
und keine Reizungen der Haut , kein illegaler Raubbau von Wäldern zur Zellulosegewinnung. Die Materialen sind frei von Kunststofffasern und genmanipulierter oder mit Pestiziden versetzter Baumwolle. Und insgesamt weniger Müll.

3) Kann es durch die Benutzung konventioneller Produkte auch zu gesundheitlichen Folgen kommen?

Bettina: Ja, zum Beispiel Regelschmerzen. Auch wenn es noch keine umfassenden wissenschaftlichen Untersuchungen dazu gibt, berichten uns immer wieder Frauen, dass sie seit dem Umstieg auf nachhaltige Monatshygiene wie z.B. Organyc-Binden aus 100% Biobaumwolle oder eine Menstruationskappe weniger bis keine Regelschmerzen mehr haben. 

Annemarie: Zudem bestätigen Frauenärzte vermehrt Hautreizungen im Intimbereich, die durch Kunststofffasern sowie synthetische Duft- und Zusatzstoffe in Tampons, Binden oder Slipeinlagen verursacht werden. Auch wiederkehrende Vaginalinfektionen, wie z.B. Pilzinfektionen, werden teilweise mit der Verwendung konventioneller Monatshygiene in Verbindung gebracht. Eine Umfrage unter unseren Kundinnen hat etwa gezeigt, dass sich bei 37% der Befragten nach dem Umstieg auf nachhaltige Monatshygieneprodukte Hautirritationen sowie Intiminfektionen gebessert haben bzw. gänzlich verschwunden sind.

 

4) Habt ihr persönlich Erfahrung mit gesundheitlichen Folgen von den konventionellen Hygieneartikeln gemacht ?  

Annemarie: Mir persönlich hat die Nutzung der Menstruationskappe zu einer völlig neuen Einstellung zu meinem Körper verholfen. Ich habe seitdem ein viel besseres Gespür für meine Regel und habe zudem kein unangenehmes Gefühl der Trockenheit mehr, wie es vorher durch die Nutzung von Tampons der Fall war. Gerade an schwachen Tagen finde ich die Menstruationskappe besonders toll, da sie 12 Stunden im Körper gelassen werden kann, ohne dabei die sensible Scheidenflora auszutrocknen oder zu beeinträchtigen.

5) Habt ihr auch von Erfahrungen von Endometriose-Betroffenen Frauen gehört ? 

Bettina: Tatsächlich bekommen wir auch immer wieder Zuschriften von Endometriose-Betroffenen und können sogar von Einzelfällen berichten, wo sich gewisse Regelschmerzen nach der Umstellung auf nachhaltige Monatshygiene bei den Betroffenen gebessert haben. Dieses Gebiet ist aber leider noch zu wenig erforscht, weshalb wir uns dafür einsetzen, das Thema Endometriose und die Aufklärung darüber noch stärker ins Licht der Öffentlichkeit und der Forschung zu rücken.

150804_erdbeerwoche_126) Zum Schluss: Was ist euer Topseller im Online-Shop ? 

Annemarie: Unser Topseller ist die Menstruationskappe. Denn eine Einzige ersetzt bis zu 2000 Tampons, dies erspart Frauen bis zu €700,- und hat noch dazu gesundheitliche Vorteile wie oben erwähnt. Weitere Infos rund um die Menstruationskappe sowie Videos zur Anwendung finden Frauen hier: https://www.erdbeerwoche-shop.com/info/Menstruationskappen–Der-erdbeerwoche-Menstruationskappen-Ratgeber.html.

VIELEN LIEBEN DANK NOCHMAL AN EUCH BEIDE – MACHT WEITER SO!  

Wer noch Lust auf noch mehr Infos hat: bildschirmfoto-2


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