Kinderwunsch-Beitrag: Schwanger werden mit NFP – Interview mit Anne

Anne ist Fruchtbarkeitsberaterin und trotz Hashimoto und Gelbkörperschwäche zweimal auf natürlichem Weg schwanger geworden. In meinem Interview mit Ihr, berichtet sie von ihren Erfahrungen.
Zudem bietet sie mit ihrem Partner einen Fachkurs online an, „Wann bin ich fruchtbar?”.
Es lohnt sich für alle, die schwanger werden wollen, den Artikel zu lesen – Am Ende des Artikels findet Ihr sogar einen EXKLUSIVEN RABATTCODE!

Anne, du hast trotz schwierigen Voraussetzungen auf natürlichem Weg ein Kind bekommen, wie hast du das geschafft?

Hallo liebe Endometriose-Blog-Leserinnen, ich bin Anne und ich bin Mama von mittlerweile zwei Kindern. Das klingt soweit ganz einfach, aber ich habe Hashimoto und Gelbkörperschwäche und damit sicher nicht die besten Voraussetzungen. Doch dank NFP, was ich seit 2009 in  verschiedenen Lebensphasen (Verhütung, Stillzeit, Kinderwunsch) angewendet habe, weiß ich, wann ich im Zyklus hochfruchtbar bin. Somit konnte ich zur optimalen Eisprungzeit im Zyklus gezielt Sex haben, um schwanger zu werden. Das hat auch beide Male im ersten „Übungs-Zyklus” geklappt. Ebenso konnte ich meine Gelbkörperschwäche anhand meiner Zyklusdaten mit NFP diagnostizieren – womit ich diese dann auch gezielt behandeln konnte. Die korrekte Bestimmung der hochfruchtbaren Zeit mit NFP ist also ein zentraler Schlüssel zu beiden Wunschkindern gewesen. Allerdings war es auch nicht nur NFP – was mir zum Wunschkind geholfen hat. Beim ersten Kind habe ich der Schulmedizin gefolgt und habe L-Thyroxin für die Schilddrüse genommen. Das war soweit zum schwanger werden und für die Gelbkörperschwäche ok, aber ich habe immer Nebenwirkungen gehabt. Häufige Hitzewallungen, Lethargie und auch eine höhere Reizbarkeit waren meine Begleiterscheinung. Beim zweiten Kind wollte ich gänzlich ohne L-Thyroxin auskommen. Der Weg war lang, führte mich über TCM, Darmentgiftung und glutenfreier Ernährung zu speziellen Schilddrüsen Globuli, die meinen TSH Wert stabilisierten. Ebenso war meine Gelbkörperphase häufiger stark verkürzt. Die Gelbkörperschwäche hatte somit nach dem Absetzen der L-Thyroxn Tabletten zugenommen. Somit war beim zweiten Wunschkind eine Kombination aus alternativmedizinscher und heilpraktischer Behandlung und NFP zentraler Schlüssel zum Erfolg.

Auf eurer Internet-Seite beschreibt ihr, wie man den Eisprung ganz deutlich anhand des Zervixschleims erkennen kann, könntest du das genauer erläutern?

Der Zervixschleim ist das wichtigste Eisprungzeichen beim Kinderwunsch,  das eine Frau im Zyklus beobachten kann. Dieser Schleim wird in speziellen Drüsen (Krypten) im Gebärmutterhals gebildet und kann am Scheideneingang z.B. mit Toilettenpapier beim gewöhnlichen Toilettengang beboachtet werden. Im Zyklusverlauf kann Frau dann bemerken, dass der Wassergehalt des Schleims bis zum Eisprung stetig zunimmt (siehe Grafik):

Das wichtigste Körperzeichen bei Kinderwunsch: Die Veränderungen der Zervixschleim-Qualität

Nach dem Eisprung nimmt die Qualität vom Zervixschleim (der Wassergehalt) im Schleim wieder ab, sodass man bei einem Eisprung einen eindeutigen Zervixschleimumschwung von besserer Qualität (höherer Wassergehalt) zu niedriger Qualität (niedriger Wassergehalt) beobachten kann.

Als wichtige Faustregel, die sich alle Frauen, die schwanger werden möchten, leicht merken können:


Habe Sex an Tagen mit spinnbaren, transparenten Zervixschleim, wenn du schwanger werden willst.

Eine umfassendere Darstellung vom Zervixschleim kann man in unserem Blogartikel „Zervixschleim Deluxe” nachlesen.

Doch ebenso findet man auf ihrem Blog die Info, dass man neben dem Zervixschleim noch die Basaltemperatur messen soll. Warum ist die Temperaturmessung so wichtig?

Ja, es ist enorm wichtig neben der Zervixschleimbeobachtung auch die Temperatur im Zyklus zu messen. Schließlich zeigt der Zervixschleim relativ gut, wann die hochfruchtbare Phase beginnt – aber nur mit dem Zervixschleim allein lässt sich NICHT feststellen, ob ein Eisprung stattgefunden hat bzw. wann die fruchtbare Zeit im Zyklus endet. Das Ende der fruchtbaren Tage bzw. ob ein Eisprung stattgefunden hat, lässt sich nur zweifelsfrei mit der Temperatur feststellen. Kurz nach dem Eisprung steigt die morgendliche Aufwachtemperatur in der Regel im Vergleich zu vorher an und bleibt bis zu Einsetzen der Menstruation erhöht. Man spricht deshalb auch von einer Tieflage (tiefere Temperatur) vor dem Eisprung und einer Hochlage (höhere Temperatur) nach dem Eisprung. Nur in einem Zyklus, in dem ein Temperaturanstieg – nach den NFP Regeln ausgewertet – in Kombination mit einem Zervixschleimumschwung stattgefunden hat, lässt sich der Eisprung bis auf wenige Tage eingrenzen – wie die folgende Grafik zeigt:

Die Temperaturkurve und der Schleimverlauf können demnach nach festen NFP Regeln ausgewertet werden und somit die hochfruchtbaren Tage und der Eisprung sehr genau bestimmt werden. Im vorliegenden Bild ist beispielsweise die 3 über 6 Regel dargestellt, bei der man 3 erhöhte Temperaturwerte gegenüber 6 niedrigeren Werten an der Temperaturkurve beobachten kann. Der absolute Clou ist hier, dass man in der Kombination von der Auswertung von Schleim und Temperatur den Eisprung bis auf 4 Tage zu 91% eingrenzen kann. Das geht mit keiner anderen Methode so genau und zuverlässig wie mit NFP (außer mit täglichem  Ultraschall).

Generell gilt als Faustregel:

Hat ein nach den NFP Regeln auswertbarer Temperaturanstieg stattgefunden – hat mit hoher Wahrscheinlichkeit auch ein Eisprung stattgefunden – der sich mithilfe von Temperatur und Schleimauswertung bis auf wenige Tage genau eingrenzen lässt.

 

Gut NFP ist also eine wissenschaftlich untersuchte Methode zur Bestimmung der fruchtbaren und unfruchtbaren Tage. Doch wie stehen die Chancen, damit schwanger zu werden?

Die Chancen stehen sehr gut. In einer Studie betrachtete man Frauen verschiedenen Alters, die versucht haben, schwanger zu werden. Hierzu teilte man etwa 300 Frauen in zwei Gruppen ein. In der ersten Gruppe verwendeten die Paare NFP Methoden zur Bestimmung der hochfruchtbaren Tage, um schwanger zu werden. In der zweiten Kontrollgruppe verwendeten die Paare keine Methode, um ihre hochfruchtbaren Tage zu bestimmen. Wenn man sich nun anschaut, wie viele Paare mit NFP nach 6 oder 12 Monate schwanger geworden sind – kann man die Effektivität von NFP erkennen:

Nach 6 Monaten werden mit NFP schon etwa 81% der Paare schwanger, die NFP Methoden anwenden. Im Vergleich dazu wurden nur 60% der Paare ohne NFP Methode schwanger. Noch deutlicher wird es, wenn man sich anschaut, wie viele Paare nach einem Jahr schwanger werden – denn hier sind ohne Methode nur 85% der Paare ohne Methode nach einem Jahr schwanger geworden. Mit NFP wurde diese Schwangerchaftsrate schon nach 6 Monaten erreicht – somit wird man mit NFP deutlich schneller schwanger. Aber auch, wenn man die absoluten Zahlen sich anschaut, liegt auch die Schwangerschaftsrate nach 12 Monaten mit 92% deutlich höher – mehr Paare sind nach einem Jahr mit NFP schwanger als ohne.

Nun das ist erstmal ein Hinweis, aber hier handelte es sich um fruchtbare Paare, die wahrscheinlich auch ohne NFP schwanger geworden wären. Wie sieht es mit den „schwierigen Fällen“ aus, die schon länger auf ihr Wunschkind warten?

Nun hier sind die Ergebnisse auch sehr viel versprechend. Erst im Februar 2017 kam hierzu eine interessante Studie heraus, bei der man nur Paare berücksichtigt hat, die schon mindestens ein Jahr lang versuchen, schwanger zu werden. Im Schnitt waren es sogar über 3,5 Jahre, in denen es die Paare erfolglos probierten. Die längste Wartezeit auf das Wunschkind eines Paare betrug sogar 8 Jahre. Etwa die Hälfte der untersuchten Frauen waren über 35 Jahre alt. Einige der Paare hatten sogar schon Methoden der modernen Reproduktionsmedizin erfolglos hinter sich. In der Studie befanden sich auch Frauen mit Endometriose sowie PCOS und auch Männer mit ungünstigem Spermiogramm, sodass hier wirklich keine optimalen Voraussetzungen zum Schwangerwerden vorlagen. In einer gynäkologischen Praxis würde es hier keine Empfehlung mehr geben, auf natürlichem Weg weiter zu probieren, schwanger zu werden. Und jetzt kommt das Ergebnis: von diesen Paaren sind unglaubliche 38% innerhalb von 8 Monaten schwanger geworden:

Schaut man sich die Paare an, die vorher nur 1 bis 2 Jahre vergebens versucht haben schwanger zu werden, sind es sogar 56% und das bei so schwierigen Fällen – das ist schon eine Leistung. Aus der Schwangerschaftsrate im ersten Zyklus konnte man errechne, das vorraussichtlich ohne Methode nur 21% der Paare nach 8 Monaten schwanger geworden wären.

Noch krasser ist der Vergleich mit der Reproduktionsmedizin, den man anstellen kann. Hier werden nach dem deutschen IVF Register etwa 33% der Paare beim ersten Versuch einer IVF schwanger. Das heißt NFP lag mit 38% und 52% deutlich über den Chancen der Reproduktionsmedizin. Daher lautete das Fazit der deutschen WissenschaftlerInnen aus Heidelberg der Studie wie folgt:

Training women to identify their fertile window in the menstrual cycle seems to be a reasonable, non-invasive and safe first-line therapy in the management of subfertility.

Dt. Übersetzung: Frauen zu zeigen, wie sie ihre fruchtbaren Tage im Menstruationszyklus bestimmen können, sollte die erste Therapie bei unerfülltem Kinderwunsch bei subfertilen Paaren sein.

Das ist eine kleine Sensation, denn es heißt nichts anderes als, dass die Reproduktionsmedizin gerade in schwierigen Fällen nicht mehr die Nr. 1 ist, sondern hier mit NFP deutlich bessere Schwangerschaftsraten erzielt werden können. Betrachtet man dazu noch die enorme psychische und körperliche Belastung, die eine IVF oder andere Methoden der Reproduktionsmedizin mit sich bringen sowie die Kosten der jeweiligen Behandlung, zeigt diese Studie klar, dass NFP hier die bessere Wahl ist. Denn NFP ist sehr preiswert und hat keine gesundheitlichen Nebenwirkungen, da ja im Prinzip nur Zyklusbeobachtung stattfindet.

Ihr habt auch einen Videokurs, „Wann bin ich fruchtbar?”, entwickelt, was kann man hier lernen?

Naja zum einen ist es wichtig, dass gerade in der zweiten Studie mit langer Wartezeit alle Paare, die NFP Methode in Begleitung einer professionellen NFP Beraterin erlernt haben. Von einem Selbststudium können wir abraten, denn leider sehen wir es viel zu oft, dass Paare dann die Methode inkorrekt oder inkonsequent anwenden. Ebenso dauert es eben sehr viel länger, was hinsichtlich der Abnahme der Fruchtbarkeit mit dem Alter der Paare kontraproduktiv ist. Der Schritt die Methode in einem Kurs mit einer Fachberaterin zu erlernen, sichert zum einem ab, dass die Methode richtig angewendet und erlernt wird – ebenso werden Zyklusbesonderheiten wie die Gelbkörperschwäche etc. früher und schneller erkannt und somit kann den Paaren gezielter und schneller geholfen werden.

Nun gibt es es nur ein Problem, die Methode in einem Kurs vorort zu lernen, ist u.U. sehr aufwendig (Terminvereinbarung, Anfahrtsweg etc.). Zudem ist das Beraternetz in Deutschland nicht so dicht ausgebaut. Das bedeutet im schlimmsten Fall werden keine Beratungen in der Nähe angeboten. Wir haben selbst solche NFP Kurse im Raum Berlin gegeben und wurden von immer mehr Menschen im Zusammenhang mit unser Online Arbeit gefragt – ob wir nicht einen Online Kurs aufbauen könnten. Das haben wir etwa 4 Jahre später getan und so ist der erste Online Videokurs „Wann bin ich fruchtbar?” entstanden – mit diesem kann man die symptothermale Methode in nur 30 Tagen mit nur 10 Minuten Aufwand pro Tag erlernen.

In diesem Kurs lernst du:

  1. den Eisprung bis auf wenige Tage eingrenzen
  2. die hochfruchtbare Zeit optimal bestimmen
  3. mithilfe von Zyklusdiagnostik herausfinden, warum du bisher nicht schwanger geworden bist
  4. ohne Schwangerschaftstest zu 99% sicher herausfinden, ob du schwanger geworden bist
  5. den Geburtstermin besser als jede*r Frauenarzt/-ärztin bestimmen

 

HIER GEHT ES ZUM KURS

Zum Kurs gibt es 30 Videos, in denen die Methode erklärt wird. Ein Arbeitsbuch mit Regelübersicht, Zyklusblatt zum Ausdrucken und herunterladen, 7 Übungszyklen inkl. Lösungen und einen Gratis Email Support, in dem wir die Fragen der Kursteilnehmenden beantworten. Auf diese Weise werden die Frauen und Paare optimal begleitet und können so gezielt und planbar in kurzer Zeit die Methode für sich nutzen und schwanger werden.

Exklusive für end0metrioseblog.com-Leserinen und nur für kurze Zeit bieten wir den Videokurs für 50% günstiger an. Hierzu kannst du einfach den Rabattcode: KINDERWUNSCH bei der Bestellung eingeben.

HIER GEHT ES ZUM KURS

 

Wie heißt eurer Blog – wo kann man mehr Informationen zu euch finden?

Auf unserem Blog www.trainybrain-blog.com schreiben wir schon sehr lange über NFP und andere Methoden zum Schwangerwerden. Sehr beliebt ist aber auch unser Youtube Kanal – Natürliche Fruchtbarkeit – in dem wir regelmäßig auch interessante ExpertInnen zum Thema Kinderwunsch interviewen.


Quellen: Beitragsbild http://www.eltern.de/kinderwunsch


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.